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nocware Team10.02.26 08:008 min read

Fehler bei der Cloud Migration

Vermeiden Sie diese Fehler bei der Cloud-Migration

Bei der Cloud-Migration werden Daten und Anwendungen aus dem eigenen Rechenzentrum ist die Cloud verschoben. Der Umzug macht IT flexibler, effizienter und oft kostengünstiger. Er ist ein zentraler Schritt in der Digitalisierung. Doch technische, organisatorische und finanzielle Fehler können den Erfolg einschränken. Eine strukturierte Planung ist entscheidend, um das beste Ergebnis aus der Cloud zu gewinnen.

Cloud-Transformation beginnt mit der richtigen Strategie

Bei dem Umzug von Daten und Anwendungen in die Cloud kann schon innerhalb der Planungs- und Strategiestufe vieles schiefgehen, denn viele Unternehmen unterschätzen, wie komplex der Prozess ist. Dabei ist gerade dieser Schritt die Grundlage einer erfolgreichen Cloud-Migration. Wer vorher nicht genau weiß, was in die Cloud soll, wie viel es kostet und welche Risiken es gibt, erschwert sich den Umgang mit der Cloud enorm. Eine klare Migrationsstrategie und sorgfältige Ressourcenplanung helfen, Risiken und Kosten frühzeitig zu kontrollieren. Typische Stolpersteine sind:

  1. Unklare Ziele: Viele Unternehmen wissen nicht genau, warum sie in die Cloud gehen wollen. Ohne klare Ziele, treffen Unternehmen womöglich später Entscheidungen, die nicht passen.

  2. Keine Bestandsaufnahme: Wer nicht genau weiß, welche Daten, Anwendungen und Prozesse existieren, zieht unter Umständen Prozesse in die Cloud, die dort gar nicht sinnvoll sind, oder vergisst wichtige Teile.

  3. Falsche Priorisierung: Mache Anwendungen sind sehr sensibel oder komplex. Werden sie als Erstes migriert, kann das zu großen Problemen führen, weil Risiken unterschätzt werden.

  4. Kostenfallen ignorieren: Die Cloud ist nicht automatisch günstiger. Ohne klare Kostenstrategie können unerwartete Gebühren für Speicher, Datenverkehr oder unnötige Services entstehen.

  5. Mangelnde Sicherheitsplanung: Datenschutz, Zugriffsrechte und Compliance müssen von Anfang an berücksichtigt werden, zum Beispiel durch den Einsatz eines CASB (Cloud Access Security Broker), um Sicherheitslücken oder rechtliche Probleme zu vermeiden.

  6. Fehlende Skills und Ressourcen: Wenn das Team nicht genug Erfahrung mit Cloud-Technologien hat, können Fehler bei der Planung und Umsetzung auftreten.

Datenmigration: Technische Probleme und Stolpersteine

Ähnlich wie bei einem Wohnungsumzug mit empfindlichem Mobiliar, muss die technische Komplexität der Cloud richtig gemessen, geplant und getestet werden. Hier entstehen häufig Fehler, weil Unternehmen diesen Punkt unterschätzen. Die häufigsten davon sind:

  1. Kompatibilitätsprobleme: Manche Anwendungen oder Systeme funktionieren in der Cloud nicht so wie zuvor im eigenen Rechenzentrum, beispielsweise durch alte Software oder Datenbanken, die in der Cloud nicht unterstützt werden.

  2. Datenverlust oder -beschädigung: Beim Verscheiden großer Datenmengen kann es passieren, dass Daten unvollständig übertragen oder beschädigt werden. Das passiert häufiger, wenn keine Backups existieren.

  3. Netzwerkprobleme: Cloud-Systeme hängen stark vom Internet ab. Unternehmen sollten ein stabiles Firmennetzwerk aufbauen, damit die Migration reibungslos läuft und Performance-Probleme vermieden werden.

  4. Fehlende Sicherheitskonfigurationen: Auch technische Sicherheitsfehler sind häufig, zum Beispiel falsch gesetzte Zugriffsrechte, die Daten offen im Internet lassen.

  5. Performance-Probleme: Nach der Migration kann eine Anwendung langsamer laufen, weil die Cloud-Ressourcen nicht richtig dimensioniert sind oder die IT-Architektur angepasst werden muss.

  6. Fehlerhafte Integration: Viele Unternehmen haben mehrere Systeme, die miteinander kommunizieren. Nach der Migration funktioniert diese Kommunikation nicht mehr richtig, wenn Schnittstellen oder APIs nicht angepasst wurden.

  7. Automatisierungsfehler: Wer Tools zur Migration einsetzt, verlässt sich oft zu stark auf Automatisierung. Wenn die Tools falsch konfiguriert sind, werden falsche Daten übertragen oder Systeme falsch eingerichtet.

Migration in die Cloud: Prozess- und Managementfehler 

Cloud-Projekte in Unternehmen scheitern häufig schon im Management und im Implementierungsprozess. Auch, wenn die Technik der Cloud funktioniert, kann die Migration ohne klare Prozesse, Führung und Kommunikation schnell in Chaos enden. Mit Agilität im Team und DevOps-Ansatz können Projekte flexibler gesteuert werden. Gleichzeitig sorgen Infrastrukturmanagement und Ressourcenmanagement für Stabilität. Eine frühzeitige Kostenoptimierung verhindert unkontrollierte Ausgaben. Darauf sollten Sie achten:

  1. Unklare Verantwortlichkeiten: Niemand fühlt sich wirklich zuständig. IT, Fachabteilungen und externe Dienstleister arbeiten nebeneinander statt miteinander. Entscheidungen bleiben liegen oder werden doppelt getroffen.

  2. Fehlende Kommunikation: Mitarbeitende werden zu spät oder gar nicht informiert. Das führt zu Widerstand, Missverständnissen oder falschen Erwartungen.

  3. Kein Change-Management: Die Cloud verändert Arbeitsweisen und Rollen. Wenn Schulungen, Begleitung und Akzeptanz fehlen, nutzen Teams die neuen Systeme falsch oder umgehen sie komplett.

  4. Zu ambitionierter Zeitplan: Das Management setzt unrealistische Deadlines. Tests, Sicherheitsprüfungen oder saubere Übergaben werden übersprungen. Das sorgt für Probleme im laufenden Betrieb.

  5. Abhängigkeit von externen Anbietern: Entscheidungen werden komplett an Berater oder Cloud-Provider ausgelagert, internes Know-how wird nicht aufgebaut, was langfristig teuer und riskant ist.

  6. Fehlende Governance und Regeln: Ohne klare Vorgaben zu Kosten, Sicherheit oder Nutzung entstehen Wildwuchs, unnötige Ausgaben und Sicherheitslücken.

Keine Zahlen: Es gibt keine klaren Kennzahlen, die darüber aufklären, ob es wirklich besser, günstiger oder stabiler läuft. Ohne Messung bleibt der Nutzen der Migration unklar.

Die digitale Transformation in die Cloud: Teurer als gedacht?

Viele Unternehmen unterschätzen die Kosten der Cloud-Migration. Obwohl die Cloud häufig die kostengünstigere Wahl ist, sind Kostenfallen eines der häufigsten und unangenehmsten Probleme. Nicht, wenn Sie sich vorab schon darauf vorbereiten:

  1. Unkontrollierte laufende Kosten: Cloud-Dienste werde nach Verbrauch abgerechnet. Laufen sie dauerhaft oder auch mehr als nötig, steigen die Kosten schnell und unbemerkt.

  2. Ungenutzte oder falsch dimensionierte Ressourcen: Vergessene Server, Speicher oder überdimensionierte Systeme verursachen Kosten, ohne Nutzen zu bringen.

  3. Fehlende Kostenkontrolle und Transparenz: Ohne klare Budgets, Zuständigkeiten und Monitoring werden Kostenüberschreitungen oft erst bemerkt, wenn sie bereits zu hoch sind.

Bereit für den Umzug? Wir helfen tragen!

Wir unterstützen Sie von der Planung bis zum laufenden Betrieb. Sprechen Sie mit uns – für eine Migration ohne Überraschungen.

Grafische Darstellung, die zeigt, wie Daten in die Cloud geladen werden

Cloud-Migration? Lessons Learned! So gelingt der Umzug

Es zeigt sich: Technik allein reicht nicht. Erfolgreiche Cloud-Migrationen brauchen klare Strukturen, schrittweises Vorgehen und ein gut vorbereitetes Unternehmen. Mit einer durchdachten Migrationsstrategie können Unternehmen sicher migrieren und gleichzeitig Datenintegrität gewährleisten. Diese Best Practices zeigen klar und verständlich, wie die Implementierung der Cloud gelingt:

1. Gründliche Planung und klare Ziele

Bevor Sie Daten und Anwendungen in die Cloud verschieben, sollten Sie genau definieren, warum die Migration erfolgt. Sie sollten festlegen:

  • Welche Systeme möchten Sie migrieren?
  • Welchen Nutzen kann das Unternehmen davon erwarten?

Eine detaillierte Bestandsaufnahme aller schon vorhandenen Systeme, Daten und Prozesse hilft, Überraschungen zu vermeiden und Entscheidungen von Anfang an fundiert zu planen.

2. Sicherheits- und Compliance-Check von Beginn an

Schon in der Prüfungsphase müssen Datenschutz, Zugriffskontrollen und gesetzliche Vorgaben mitgedacht und geprüft werden. Später lassen sich Sicherheitslücken nämlich nur schwer beheben. Compliance ist Teil der Architektur und Migration. So schützen Sie sensible Daten und gleichzeitig die Reputation des Unternehmens.

3. Schrittweise Migration mit Pilotprojekten

Ein vollständiger Umzug auf einmal ist riskant und oft ineffizient. Mit Pilotprojekten könne sie erste Erfahrungen sammeln und sich der Migration langsam nähern. Dadurch erkennen Sie technische Probleme früh und können Fehler beheben, noch bevor sie in kritischen Systemen landen. Außerdem lernt das Team so, wie es mit der Cloud arbeitet, ohne den laufenden Betrieb zu stören.

4. Kontinuierliches Monitoring und Kostenkontrolle

Nach der Migration sollten Sie Leistung, Sicherheit und Kostenentwicklung regelmäßig überwachen. Fehlt die Prüfung, können schnell mal hohe Rechnungen entstehen, die sie vorher nicht eingeplant haben. Budgets, Warnmeldungen und regelmäßige Auswertungen helfen, Ausgaben im Griff zu behalten. Gleichzeitig zeigt Monitoring frühzeitig technische Probleme oder Sicherheitslücken auf.

5. Schulung und Einbindung der Mitarbeiter

Die Cloud-Migration verändert ganze Arbeitsprozesse. Schulungen stellen sicher, dass Mitarbeiter wissen, wie die neuen Systeme funktionieren und wie sie diese sicher nutzen. Durch frühzeitige Einbindung steigt die Akzeptanz zur Veränderung und Fehler durch falsche Benutzung lassen sich vermeiden. Das sorgt dafür, dass die Cloud technisch und organisatorisch im Unternehmen gut ankommt.

Migration zur Cloud – aber mit Plan: Die Checkliste

Eine Cloud-Migration kann viele Vorteile bringen: mehr Flexibilität, bessere Skalierbarkeit und häufig auch Kostenvorteile. Von diesen Vorteilen kann Ihr Unternehmen aber nur profitieren, wenn Sie den Umzug in die Cloud richtig vorbereiten. Mit dieser Checkliste stellen Sie sicher, dass die Cloud Ihr Unternehmen zum Erfolg führt:

Haben wir klare Ziele für die Cloud definiert?
Wissen wir genau, welche Systeme und Daten migriert werden sollen?
Sind sensible Daten identifiziert und richtig geschützt?
Sind Zugriffsrechte klar geregelt und auf das Nötigste beschränkt?
Entspricht die geplante Cloud-Nutzung allen gesetzlichen Vorgaben?
Haben wir Pilotprojekte oder Testmigrationen geplant?
Gibt es einen stufenweisen Migrationsplan, der den laufenden Betrieb schont?
Sind Monitoring, Budgets und Kostenkontrolle eingerichtet?
Wissen Mitarbeiter, wie sie mit der Cloud sicher und korrekt umgehen?
Sind Verantwortlichkeiten für Sicherheit, Kosten und Betrieb klar definiert?

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Cloud-Migration: Stolperfallen kennen und vermeiden

Die größten Risiken bei Cloud-Migrationen liegen im Management und der technischen Umsetzung. Wer Sicherheit, Kostenkontrolle und Mitarbeiterschulungen vernachlässigt, riskiert teure Fehler und Verzögerungen. Ein durchdachter, strukturierter Plan sorgt dafür, dass die Cloud ihr volles Potenzial entfalten kann. Hilfestellung bietet das Reseller-Angebot von nocware: Von der Strategie und Anbieterauswahl bis zur tatsächlichen Implementierung im Betrieb. Mit SD-WAN und flexiblen Security-Lösungen, wie etwa SSE (Security Service Edge) und Managed Services, sorgt nocware für Performance, Sicherheit und Compliance über den ganzen Migrationsprozess hinweg.

FAQ

Was sind die häufigsten Fehler bei einer Cloud-Migration?  Die häufigsten Fehler entstehen durch mangelnde Planung, unklare Ziele und fehlende Bestandsaufnahme. Technische Probleme wie Datenverlust, Kompatibilitätsprobleme oder fehlerhafte Integration treten häufig auf. Dazu kommen organisatorische Stolpersteine wie fehlende Verantwortlichkeiten, unzureichende Schulung der Mitarbeitenden und fehlende Kostenkontrolle.
Wie lassen sich Ausfallzeiten während der Migration vermeiden? 

Durch eine schrittweise Migration und Pilotprojekte. Vorab sollten Backups erstellt, Tests durchgeführt und kritische Systeme priorisiert werden. Außerdem helfen redundante Verbindungen und Monitoring, Probleme früh zu erkennen und schnell zu beheben.

Welche Risiken drohen bei der Migration von Legacy-Systemen?  Legacy-Systeme sind oft inkompatibel mit moderner Cloud-Infrastruktur, was zu Funktionsverlust oder Integrationsproblemen führen kann. Datenmigration kann fehleranfällig sein, und fehlende Dokumentation erschwert die Planung. Zudem können Sicherheitslücken und Compliance-Probleme auftreten, wenn alte Systeme nicht korrekt angepasst werden.
Wie plant man eine Cloud-Migration richtig und strategisch? Eine strategische Planung beginnt mit klaren Zielen, einer vollständigen Bestandsaufnahme und einer Priorisierung der Systeme. Risiken, Kosten und Sicherheitsanforderungen müssen früh bewertet werden. Pilotprojekte, schrittweises Vorgehen und die Schulung der Mitarbeitenden sichern zudem eine reibungslose Umsetzung.

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